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DEMO & MODE

Kennst du das Gefühl, das entsteht, wenn du bergab fährst und die Bremsen loslässt? Wenn du einfach hinunter rast ins Leben, der Wind um deine Ohren saust, die Freiheit greifbar wird?
Nachts, wenn die Straßen leer sind und ein Großteil der Menschen schläft ist dieses Gefühl besonders schön. Immer, wenn ich mich den Berg hochgekämpft habe durch die fast völlige Dunkelheit freue ich mich darauf, auf der vollkommen schlaglochübersähten Straße die Bremsen lösen zu können, Musik im Ohr und das Rauschen des Windes, um das Gefühl zu haben, ich könnte fliegen. Vielleicht kann ich das auch für diesen einen Moment.
Loslassen können - etwas, was vielen schwer fällt. Mir auch, wenn auch seltener als anderen und in den unmöglichsten Fällen. Aber vielleicht habe ich heute losgelassen, etwas altes, überkommenes, als ich bei Depeche Mode zwischen 20.000 anderen Menschen stand und an die Zukunft dachte, meine Zukunft. Where do you go, where do you come from?
Ich sagte einmal, die Zukunft werde glorreich werden. ein sehr verklärtes, altmodisches Bild, ein überkommenes wohl. Die Wahrheit ist: ich habe recht genaue Vorstellungen davon, wo ich in einem, 2, fünf, 10 Jahren, wo ich am Ende meines lebens stehen will und wo dessen Höhepunkt liegen wird. Ich weiß auch, was die Bilanz des Lebens sein wird, das, was bleibt. Es ist nicht das gute Aussehen, die gute Figur, all das Oberflächliche, auf das so viele Menschen wert legen. Was am Ende bleibt, und das ist das einzige, was zählt, ist der Geist der Menschen. Er und ihr Lebenswerk, alles, was sie geschaffen und verändert haben sind das, was wirklich zählt im Leben. Nicht der Augenblick, denn der ist vergänglich und kaum jemand bekommt ihn mit, zählt, sondern das, worum dieser Augenblick das Leben bereichert hat.
Dies ist ein geistiger Abschied von so vielem, von einer Welt, die mal war und nicht mehr ist. Es ist ein Anfang ohne Ende, der Beginn meines Lebens.
Tschüß, wir werden uns vielleicht wiedersehen.
29.6.06 00:18
 


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