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Der Existenzialismus ist tot

Gott auch. Vielleicht sogar mehr als der Existenzialismus, denn letzterer mag bei anderen vielleicht funktionieren - bei mir nicht. Ich kann nicht einfach Personen verlassen und sie vergessen, kann nicht einfach weiterleben mit einer Erfahrung, aber ohne jegliche Wehmut oder den Wunsch, es ein wenig anders gemacht zu haben. Es sind viele Menschen da, die ich nie vergessen konnte, einige sind zurück gekommen, andere nicht. Und da ist dieser eine Mensch, dieser eine Fehler, den ich begangen habe in meiner Verzweiflung und der mich bis heute verfolgt in Form von Angst, diesem Menschen wieder in die Augen schauen zu müssen. Wir werden uns wiedersehen, wohl oder übel sehr bald, es lässt sich kaum vermeiden. Ich wünschte, ich könnte hingehen und fragen "wie gehts?", als wäre nichts, als würden wir uns nur flüchtig kennen. Doch das wird wohl nicht gehen, nicht bei mir. Der Existenzialismus ist wohl nicht meine Philosophie.
Auch die Zukunft, sie fragt mich "Wo gehst du hin?" Das Leben ist voller Möglichkeiten, ich versuche, sie mit Bedacht zu ergreifen und muss doch auf 2, 3 andere verzichten, wenn ich mich für eine entscheide. Kann ich nicht alles haben? Oder: Warum streben Menschen immer nach mehr? Als wir diese Frage am Strand in Bulgarien diskutierten kam mir dieses Streben wie der Himmel vor, als einzige Möglichkeit, sich weioterzuentwickeln. Doch jetzt ist es mehr wie ein Auswegloses Gebilde, etwas unfreiwilliges. Wohin reist du? Aus dem Warten heraus, an das Ende aller Interimszustände, einem neuen Zeitgefühl entgegen. Immernoch beginnt dieses neue Zeitgefühl am 16.07., immernoch sind es fast 3 Wochen bis dorthin. Mal waren es 3 Monate, mal über 300 Tage und trotzdem wird das Warten nicht leichter, nicht schneller durch diese lange Übung. Das Ende aller Interimszustände - und danach? Was, wenn das neue Zeitgefühl nicht das meine ist, wenn es nicht klappt? Was, wenn mein Weg ein anderer ist als der, den ich mir so lange vorgeträumt habe, bis er wie selbstverständlich vor mir lag? Das ist die Unsicherheit, die mich ergreift, das unexistenzialistische Element, was mich nach Absicherungen suchen lässt. Es ist das Gefühl, was mich beim "Das ist es jetzt!" etwas in der Stimme zittern lässt. Unsicherheit in dieser unsicheren Welt war mein problem nie, Unsicherheit in einem sicheren Leben schon.
Der Existenzialismus als Versuch des Ausbruches aus der Sicherheit - er ist tot. Ob in Politik oder Leben: Der Trend geht hin zu mehr Sicherheit, zu weniger Freiheit. Kann ich denn nicht beides haben? Vielleicht ist diese Frage, die so viele Menschen bewegt, eben jene, auf die die Antwort 42 ist.

"So regen wir die Ruder, stemmen uns gegen den Strom - und treiben doch stetig zurück, dem Vergangenen zu."
27.6.06 17:59
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Berkana (27.6.06 19:38)
Lieber rainald,

wer sich zu sicher fühlt wird bewegungslos weden, wird sich nicht mehr anstrengen den er ist ja sicher.

Dies Art Sicherheit nimmt uns die Freiheit , wozu , wir brauchen sie ja nicht mehr gilt es doch nichts neues mehr zu wagen, also engen wir uns selbst ein.

Es gibt nur weniges was wirklich sicher ist, der Tod ist eines dieser Dinge. Doch auch er kommt meist überraschend und anders als wir ihn gern hätten. Doch es gibt ja nicht nur den Tod der das Leben beendet, es gibt auch den Tod der einige Dinge die uns sicher erscheinne beenden kann und uns damit ein Stück Freiheit wiedergibt.

Doch eines ist sicher, auch wenn du nicht an eien göttlich Macht glaubst, wir sind sicher in ihren Händen geborgen udn werden gleibt was auch immer wir tun.

liebe Grüsse

Star

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