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Schön-heit?

Es gibt wenige schöne Dinge auf der Welt. Musik gehört dazu, wenn auch nur bestimmte, oder die Freiheit. Wahrscheinlich auch das strahlende Gesicht eines hübschen Menschen, aber das ist wohl, mehr als anderes, vollkommen subjektiv. Ja, und Freiheit. Heute ist, war, der letzte Schultag meines Lebens. Zwar hatte das, was wir heute veranstaltet haben, wenig mit Schule zu tun, doch ein wenig wehmütig werde ich schon, wenn ich bemerke, dass ich all diese Menschen, die ich zu 90% nicht kenne, mit denen ich aber tagtäglich zur Schule gehe, wohl niemals wieder sehen werde. Einige werde ich wieder treffen in meinem Leben, aber ich glaube kaum, dass viele meinen Weg einschlagen werden. Zu steinig, zu undankbar und doch der dankbarste von allen.
Ich war gelöst heute, fröhlich und bin es noch immer. Es war weniger der Wein (Von dem man mir ins Ohr sagte „Irgendwie war mir klar, dass du Wein trinkst.“), vielmehr die Gewissheit, frei zu sein. Nie wieder all diese Menschen zu sehen – es hat auch sein Gutes. Bald werde ich mich über neue Menschen ärgern können, neue Hoffnungsträger entdecken und verstoßen. Bald werde ich an neuen Menschen lernen und wachsen, mit ihnen lachen und diskutieren. Bald werde ich – andere Menschen verletzen.
Was bleibt als die Erinnerung? Einige Menschen werde ich niemals vergessen. Jenny beispielsweise, auch, wenn wir lange schon nicht mehr miteinander geredet haben. Sie ist und bleibt ein besonderer Mensch, den ich wohl immer mögen werde. Vielleicht, weil wir so lange nicht mehr miteinander geredet haben. Ich weiß nicht genau, warum gerade sie mir einfiel, aber viele andere kommen mir nicht in den Sinn. Ist vielleicht besser so, um frohen Mutes in die Zukunft zu schauen.

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Auch das: Sonntagnacht schaute ich einen Film, „Nichts bereuen“. Wohl ein Jugendfilm, ich weiß es nicht. Vielleicht war ich gerade sehr sensibel, aber er machte mich unglaublich traurig. All diese Zurückweisung, diese unerfüllte Liebe, diese Peinlichkeiten zwischen den Menschen – ich glaube, ich will das nicht. Mag sein, dass es an diesem Tag gerade wieder schlecht lief, dass nichts gelingen wollte so recht und dass ich die ganze Zeit schon angeschlagen war. Ein großer Ekel durchfuhr mich bei der Zurückweisung eines Kusses, wohlgemerkt im Film. Ich kam damit noch nie klar.

Ein Blick, ein blindes Verstehen. Auch das an diesem Tage mit einer Person, die ich immer noch für primitiv halte. Ich bereue nichts, stehe dazu. Trotzdem ist dieses Verständnis, was erst nach ganzen 2 Jahren seine volle Blüte entfaltet hat (Irgendwer nannte es „wie Bruder und Schwester“ – wer auch immer das gesagt haben soll), nichts alltägliches. Auch das etwas, was ich vermissen werden.
Trotzdem besteht mein Tag heute nicht nur aus Vermissen. Ich freue mich sehr auf die Zukunft. Warum auch immer heut eine neue Perspektive dazugekommen ist als ich diese ganzen Schüler auf dem Hof stehen und sitzen, tanzen und springen sah, sie ist da und sie ist, um ein anachronistisches Wort zu nutzen, glorreich. Glorreich, das ist ein Wort, was mir durch den Kopf geht. Vielleicht ist es ein wenig exzentrisch, was ich nach außen hin selten bin, aber ich bekomme es nicht weg. Ich will etwas besonderes schaffen in meinem Leben, ein besonderer Mensch sein. Der Sinn steht mir nicht nach familiärem Glück, nach Glück im Kleinen. Ich will die Welt verbessern, will Menschen helfen und als Dank ein Lächeln, einen Händedruck, ein glückliches Kind. Ich will, ich will ... soviel. Ich bin: anders. Das sagte ich schon und kann es nur wiederholen.
Wohin reist Du? ... einem neuen Zeitgefühl entgegen!
Mein neues Zeitgefühl beginnt heute, nicht erst in 7 Wochen. Vor einiger Zeit habe ich schon wieder angefangen zu schreiben, war doch recht fleißig, wenn auch das nichts ist im Vergleich zu früher. Mein Schreiben ist ernster geworden, gesteuerter, weniger impulsiv. Doch ich schreibe wieder – auch das ist ein Grund zum Feiern.
Nun geht es auf in die Zukunft, kommt mit oder bleibt in der Gegenwart, liebe Leser. Was immer ihr tut: Habt eine schöne Maiwoche.
23.5.06 19:27
 


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