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Herbert Marcuse

Die Reihe 'Große Denker' von Panorama macht gute Bücher - Einführungen in das Leben eben großer Denker. Ich las in weniger als 24 Stunden die Ausgabe über Herbert Marcuse von H. Brunkhort und G. Koch. Was mir wirklich gefiel, ja mich bewegte war seine Verbindung von politischer Theorie und Praxis, die man bei den anderen Vertretern der Kritischen Theorie wohl nie so deutlich findet wie bei ihm. Auch war er der einzige aus der Frankfurter Schule, der nach dem krieg in den USA blieb und lehrte. Hier einige Zitate:

" Unter der konservativen Volksbasis befindet sich jedoch das Substrat der Geächteten und Außenseiter: der Ausgebeuteten und Verfolgten anderer Rassen und Farben, die Arbeitslosen und die Arbeitsunfähigen. Sie existieren außerhalb des demokratischen Prozesses; ihr Leben bedarf am unmittelbarsten und realsten der Abschaffung unerträglicher Verhältnisse und Insitutionen. Damit ist ihre Opposition revolutionär, wenn auch nicht ihre Bewußtsein. Ihre Opposition trifft das System von außen und wird deshalb nicht durch das System abgelenkt; sie ist eine elementare Kraft, die die Regeln des SPiels verletzt und es damit als ein aufgetakeltes Spiel enthüllt. Wenn sie sich zusammenrotten und auf die STraße gehen, ohne Waffe, ohne Schutz, um die primitivtsne Bürgerrechte zu fordern, wissen sie, daß sie Hunden, Steinen und Bomben, dem Gefängnis, Konzentrationslagern, selbst dem Tod gegenüberstehen. Ihre Kraft steht hinter jeder politischen Demonstration für die Opfer von Gesetz und Ordnung. Die Tatsache, daß sie anfangen, sich zu weigern, das SPiel mitzuspielen, kann die Tatsache sein, die den Beginn des Endes einer Periode markiert."


Und an anderer Stelle über das Widerstandsrecht:
"Es gibt kein derartiges Recht für irgendeine Gruppe oder ein Individuum gegen eine verfassungsmäßige Regierung, die von der Mehrheit der Bevölkerunggetragen wird, und es kann ein solches Recht auch nicht geben. Aber ich glaube, daß es für unterdrückte und überwältigte Minderheiten ein >Naturrecht< auf Widerstand gibt, außergesetzliche Mittel anzuwenden, sobald die gesetzlichen sich als unzulänglich herausgestellt haben. ... Es gibt keine anderen Richter über ihnen außer den eingesetzten Behörden, der Polizei und ihrem eigenen Gewissen. Wenn sie Gewalr anwenden, beginnen sie keine neue Kette von gewalttaten, sondern zerbrechen etablierte. Da man sie schlagen wird, kennen sie das Risiko, und wenn sie gewollt sind, es auf sich zu nehmen, hat kein Dritter , und am allerwenigsten der Erzieher und Intellektuelle, das Recht, ihnen Enthaltung zu predigen."

abschließendes Fazit über ihn im Buch:
Die interne STruktur von Marcuses Argumentation zeigt deutlich, daß er sein philosophisches Erbe für ein politisches hielt. Der Kantische Kategorische Imperativ lag ihm da näher als ein subjektiver Materialismus.

Warum sollte uns das nicht Vorbild sein?
22.4.07 22:30
 


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