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Markus Werner - Am Hang

Ein Gespräch, das ein Buch ist. Ein sehr gutes Gespräch sogar, filigran würde mir fast in den Sinn kommen, wenn das Ende nicht so brutal plump wäre. Und offen. Ich habe immer wieder meine probleme mit Buchenden.
Es geht um den jungen Scheidungsanwalt Clarin, der ein wenig Urlaub macht in Agra. Er möchte dort über Pfingsten einen Aufsatz schreiben für eine Fachzeitschrift, wird aber daran gehindert, weil er Loos trifft. Seltsame Namen, aber in der Schweiz heißt man wohl so. Sie reden stundenlang miteinander, erst zögrlich annähernd, dann immer intimer. Loos ist ein älterer Herr, Witwer, wie er sagt, dem Treue viel bedeutet. Clarin dagegen ist als Scheidungsanwalt ein vehementer Gegner der Ehe und bezeichnet sich selbst als nicht bindungsfähig. Ebenso sieht wohl sein Leben aus: Voller Affären, ohne Bindungen. An dieser Konfilktlinie verläuft das gesamte Gespräch, ja das gesamte Buch. Doch es kommt nicht zum STreit, vielmehr diskutieren die beiden angeregt miteinander, immer interessiert an der Meinung des anderen, immer auf der Suche nach neuen Standpunkten.
Viel mehr lässt sich inhaltlich nicht sagen, fad mag das klingen, lesenswert ist es trotzdem. Vor allem wohl wegen dem respekt, mit dem die beiden miteinander umgehen. Auch wird das Buch nicht langweilig, eher im Gegenteil: spannender. Das Ende, wie gesagt, empfand ich als grausam, allerdings war es schon nach 2 Uhr morgens, als ich es las und ich totmüde.

Ferner liefen:
Hermann Korte - Soziologie: Eine sehr übersichtliche und gute, aber auch extrem verkürzte Einführung in die Soziologie. Eher etwas für nicht-Soziologen, die sich einen Überblick über diese Wissenschaft verschaffen wollen.

Wilfried Röhrich - Die politischen Systeme der Welt: Eine sehr übersichtliche und mit Beispielen unterlegte Darstellung der drei Grundtypen von politischen Systemen in unserer Welt: Industriestaaten, postkumministische Länder und Entwicklungsländer. Jeweils viele Beispiele zu den teils sehr unterschiedlichen Ausprägungen der Systeme, zusammengenommen ein neter Blick über den Tellerrand Deutschlands hinaus.
12.3.07 14:52
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Antonia (16.6.07 16:14)
Ich erinnere mich dass Herr Reich-Ranicki den Roman völlig verrissen hat

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