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Der große Gatsby

"So regen wir die Ruder, stemmen uns gegen den Strom - und treiben doch stetig zurück, dem Vergangenen zu."
Dies ist der letzte Satz des titelgebenden Buches, was ich in wenigen Stunden gelesen habe. Ein gutes Buch von Francis Scott Fitzgerald, gefällt mir ausnehmend gut. Habe es gerade ausgelesen, weil ich keine Lust mehr zum Lernen hab, meine Konzentration ist am Ende. Vielleicht ist es ein Geschenk, dass ich soviel Zeit habe.
Doch darüber will ich nicht zu viele Worte verlieren, es liegt mir eher nahe, etwas über gestern Abend zu schreiben. Nein, keine politische Diskussion, ich war, bis aufs Kino gestern Nachmittag, nicht einmal draußen. ich saß nur hier, las, und wartete. Warten - wie immer. "Ich warte / Du kommst endlich // Ich gehe / ich bin endlich." Ein Vers, der mir immer wieder in den Sinn kommt. leider funktioniert er praktisch nicht, wenn man auf so etwas besonderes wie das Leben, wie die Inspiration wartet. Ich habe jedenfalls in diesem Warten eine Entscheidung getroffen für meine Zukunft, eine essentielle, weitreichende Entscheidung, die mein Leben, hoffentlich positiv, beeinflussen oder gar bestimmen wird. Eine sehr hypotaktische Entscheidung, wie man merkt. Vielleicht ist es leichtsinnig, vielleicht genau das Richtige. Auf jeden Fall wird es teuer, aber es könnte die richtigste Entscheidung meines Lebens sein, der Meilenstein, der vorher immer gefehlt hat. Der Meilenstein, den man braucht, die Entscheidung, die man treffen muss, um die Welt wirklich verbessern zu können und die den positiven Zukunftsglauben, die Hoffnung über alles rationale stellt.
Des Weiteren habe ich überlegt, ob ich nicht für mein Buch eine bessere Perspektive wähle. Vom Er-Erzähler zum Ich-Erzähler, beides personal. Ich glaube, damit komme ich besser zu Rande, werde es auch bald einmal ausprobieren. Außerdem bauen sich da einige Dinge besser ein.
Mehr bleibt wohl nicht zu sagen, außer: welcome back, summer.
2.6.06 12:03


Thomas und Felicitas

Gerade habe ich Anfang und Ende des Buches geschrieben, gestern und heute auch den Höhepunkt. Die perspektive habe ich, wie gesagt, gewechselt. Hin zum Ich-Erzähler, weg vom eher unpersönlichen Er. Es hat seine gewünschte Wirkung getan, das Buch hat nun ein gerüst aus Ereignissesn, einen Rahmen. Als Ich-Erzähler muss man am Anfang immer wissen, wie es ausgeht, da man ja Vergangenes erzählt. ich denke, das ist mir recht gut gelungen, auch, wenn ich große Teile davon noch niemandem gezeigt habe. Es fehlen noch weite Schreibstrecken dazwischen, aber das müsste im Sommer zu schaffen sein. Na ja, am Anfang, im februar 05, dachte ich auch, in 2 Monaten wäre es machbar. Vielleicht ist es ja diesmal kein irrtum.
Eines bleibt immer: Der Wille, diese Geschichte zu beenden. Solange dieser da ist, wird sie auch fertig werden.

PS: ich fühle mich großartig deswegen und wegen der Inspiration, die mir ein bestimmtes Ereignis mit einem Menschen dafür gab.
4.6.06 11:54


Der Existenzialismus ist tot

Gott auch. Vielleicht sogar mehr als der Existenzialismus, denn letzterer mag bei anderen vielleicht funktionieren - bei mir nicht. Ich kann nicht einfach Personen verlassen und sie vergessen, kann nicht einfach weiterleben mit einer Erfahrung, aber ohne jegliche Wehmut oder den Wunsch, es ein wenig anders gemacht zu haben. Es sind viele Menschen da, die ich nie vergessen konnte, einige sind zurück gekommen, andere nicht. Und da ist dieser eine Mensch, dieser eine Fehler, den ich begangen habe in meiner Verzweiflung und der mich bis heute verfolgt in Form von Angst, diesem Menschen wieder in die Augen schauen zu müssen. Wir werden uns wiedersehen, wohl oder übel sehr bald, es lässt sich kaum vermeiden. Ich wünschte, ich könnte hingehen und fragen "wie gehts?", als wäre nichts, als würden wir uns nur flüchtig kennen. Doch das wird wohl nicht gehen, nicht bei mir. Der Existenzialismus ist wohl nicht meine Philosophie.
Auch die Zukunft, sie fragt mich "Wo gehst du hin?" Das Leben ist voller Möglichkeiten, ich versuche, sie mit Bedacht zu ergreifen und muss doch auf 2, 3 andere verzichten, wenn ich mich für eine entscheide. Kann ich nicht alles haben? Oder: Warum streben Menschen immer nach mehr? Als wir diese Frage am Strand in Bulgarien diskutierten kam mir dieses Streben wie der Himmel vor, als einzige Möglichkeit, sich weioterzuentwickeln. Doch jetzt ist es mehr wie ein Auswegloses Gebilde, etwas unfreiwilliges. Wohin reist du? Aus dem Warten heraus, an das Ende aller Interimszustände, einem neuen Zeitgefühl entgegen. Immernoch beginnt dieses neue Zeitgefühl am 16.07., immernoch sind es fast 3 Wochen bis dorthin. Mal waren es 3 Monate, mal über 300 Tage und trotzdem wird das Warten nicht leichter, nicht schneller durch diese lange Übung. Das Ende aller Interimszustände - und danach? Was, wenn das neue Zeitgefühl nicht das meine ist, wenn es nicht klappt? Was, wenn mein Weg ein anderer ist als der, den ich mir so lange vorgeträumt habe, bis er wie selbstverständlich vor mir lag? Das ist die Unsicherheit, die mich ergreift, das unexistenzialistische Element, was mich nach Absicherungen suchen lässt. Es ist das Gefühl, was mich beim "Das ist es jetzt!" etwas in der Stimme zittern lässt. Unsicherheit in dieser unsicheren Welt war mein problem nie, Unsicherheit in einem sicheren Leben schon.
Der Existenzialismus als Versuch des Ausbruches aus der Sicherheit - er ist tot. Ob in Politik oder Leben: Der Trend geht hin zu mehr Sicherheit, zu weniger Freiheit. Kann ich denn nicht beides haben? Vielleicht ist diese Frage, die so viele Menschen bewegt, eben jene, auf die die Antwort 42 ist.

"So regen wir die Ruder, stemmen uns gegen den Strom - und treiben doch stetig zurück, dem Vergangenen zu."
27.6.06 17:59


DEMO & MODE

Kennst du das Gefühl, das entsteht, wenn du bergab fährst und die Bremsen loslässt? Wenn du einfach hinunter rast ins Leben, der Wind um deine Ohren saust, die Freiheit greifbar wird?
Nachts, wenn die Straßen leer sind und ein Großteil der Menschen schläft ist dieses Gefühl besonders schön. Immer, wenn ich mich den Berg hochgekämpft habe durch die fast völlige Dunkelheit freue ich mich darauf, auf der vollkommen schlaglochübersähten Straße die Bremsen lösen zu können, Musik im Ohr und das Rauschen des Windes, um das Gefühl zu haben, ich könnte fliegen. Vielleicht kann ich das auch für diesen einen Moment.
Loslassen können - etwas, was vielen schwer fällt. Mir auch, wenn auch seltener als anderen und in den unmöglichsten Fällen. Aber vielleicht habe ich heute losgelassen, etwas altes, überkommenes, als ich bei Depeche Mode zwischen 20.000 anderen Menschen stand und an die Zukunft dachte, meine Zukunft. Where do you go, where do you come from?
Ich sagte einmal, die Zukunft werde glorreich werden. ein sehr verklärtes, altmodisches Bild, ein überkommenes wohl. Die Wahrheit ist: ich habe recht genaue Vorstellungen davon, wo ich in einem, 2, fünf, 10 Jahren, wo ich am Ende meines lebens stehen will und wo dessen Höhepunkt liegen wird. Ich weiß auch, was die Bilanz des Lebens sein wird, das, was bleibt. Es ist nicht das gute Aussehen, die gute Figur, all das Oberflächliche, auf das so viele Menschen wert legen. Was am Ende bleibt, und das ist das einzige, was zählt, ist der Geist der Menschen. Er und ihr Lebenswerk, alles, was sie geschaffen und verändert haben sind das, was wirklich zählt im Leben. Nicht der Augenblick, denn der ist vergänglich und kaum jemand bekommt ihn mit, zählt, sondern das, worum dieser Augenblick das Leben bereichert hat.
Dies ist ein geistiger Abschied von so vielem, von einer Welt, die mal war und nicht mehr ist. Es ist ein Anfang ohne Ende, der Beginn meines Lebens.
Tschüß, wir werden uns vielleicht wiedersehen.
29.6.06 00:18


Ein neuer Tag beginnt



dafür hat sich der Abiball gelohnt
29.6.06 14:23





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